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"Wasserschutz geht uns alle an!"

Wasser ist ein Allgemeingut, von dem wir alle leben. Nicht nur deshalb ist das Thema „Wasser“ immer wieder ein viel diskutiertes Thema in den Medien. Dass die Landwirtschaft augenscheinlich gerne als alleiniger Verursacher von erhöhten Nitratwerten im Grundwasser genannt wird, ärgert viele Landwirte.

 

Herwig und Helge Blankemeyer aus Hude achten auf ihren Flächen besonders auf eine wasserschonende Bearbeitung. Sie bewirtschaften in Kirchkimmen einen Mischbetrieb mit Rindern, Kühen, Schweinen sowie Ackerbau. „Für eine schonende Flächenbestellung arbeiten wir deshalb eng mit der Wasserschutzberatung der Landwirtschaftskammer zusammen.“, erklärt Herwig Blankemeyer. Er und sein Sohn Helge sind Mitglied im Arbeitskreis „Wasserschutz“, in dem sie sich Betriebe regelmäßig mit ihren Erfahrungen austauschen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und den Berufskollegen werden dort Konzepte zum weiteren Wasserschutz erarbeitet.

„Wir setzen auf den Flächen moderne Technik wie Strip till oder Schlitzverfahren ein, um die Nährstoffe damit gezielt an die Pflanze zu bringen und Verluste zu vermeiden.“, berichtet Helge Blankemeyer. Für den Einsatz moderner Technik kooperieren sie mit dem benachbarten Lohnunternehmen von Bruder und Onkel Holger Blankemeyer. Beim strip till Verfahren wird der Boden erst eingeschlitzt, der Dünger in die Furche gegeben und diese wieder verschlossen. Diese Technik wird beim Maisanbau eingesetzt. Auch auf dem Grünland wird der Boden eingeschlitzt und der Dünger in der Furche platziert.

„Wir können zwar mit der Technik einiges bewirken, aber das Wetter hat den größten Einfluss auf unsere Arbeit.“, betont Herwig Blankemeyer. Ein Regenschauer nach dem Düngen bringe den Dünger besser in den Boden und an die Pflanze als bei Trockenheit. „Die letzten drei Jahre waren insofern schwierig bei der Düngung. Die Trockenheit hat großen Einfluss gehabt.“

Um zu überprüfen, was in ihren Böden steckt, nutzen Blankemeyers Bodenproben, die im Frühjahr und Herbst von der Landwirtschaftskammer gezogen werden. Darin werden die Nitratgehalte der Böden angegeben. „Auf der gleichen Fläche, bei gleicher Düngung kann man in zwei Jahren, nur durch den Einfluss des Wetters, sehr unterschiedliche Ergebnisse erhalten.“, weiß Helge. „Das Thema ist komplex. Es sind maßgeblich immer vorausschauende Planungen, um das Grundwasser zu schützen. Wichtig ist auch eine vielfältige Fruchtfolge, denn jede Kultur bindet die im Boden verfügbaren Nährstoffe anders.“, so Herwig Blankemeyer. Der Hof Blankemeyer setzt deshalb neben der Technik auch auf den Anbau verschiedener Kulturen. „Zwischenfrüchte sind in Sachen Wasserschutz sehr wirksam. Sie halten die Nährstoffe im Boden fest und helfen beim Humusaufbau. Das ist insgesamt gut für den Boden und die nachfolgende Kultur.“  Aber neben Technik und unterschiedlichen Kulturen ist es für Blankemeyers selbstverständlich, Abstand zu Gewässern zu halten. „Wir Landwirte sind sehr daran interessiert, dass unser Wasser sauber bleibt!“ Die Wasserschutzberatung hilft Blankemeyers dabei, die Stellschrauben im eigenen Betrieb zu finden und zu optimieren.

 

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